Islamophobie und Rassismus – Statement der muslimischen Jugend
Wir von der Vereinigung Islamische Jugend Schweiz (VIJS) wollen die jungen Muslime ermutigen, in der Öffentlichkeit für ihre Anliegen einzustehen und sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren. Die Gegenwart und die Zukunft wollen wir Muslime aktiv mitgestalten und auf gesellschaftlicher und politischer Ebene mitwirken. Die VIJS ruft die muslimische Jugend auf, selbstbewusst aufzutreten, ihre Verantwortung in der Gesellschaft wahrzunehmen, ohne dabei Ihre Identität als Muslime zu verlieren.
Von der Mehrheitsgesellschaft erwarteten wir Offenheit und die Bereitschaft, das „Anders sein“ fair zu thematisieren. Intoleranz und Ausgrenzung müssen bekämpft werden. Wir leben in einem Land, in dem Meinungs-, Glaubens-, Religions- und Versammlungsfreiheit für alle gelten. Die Bundesverfassung spricht somit jedem in unserem Land das Recht zu, „Anders“ zu sein. Anstelle eines einheitlichen „Braun“ soll ein Regenbogen entstehen. Jede Farbe verleiht der anderen einen Glanz, jede hat ihren Platz und nur zusammen bilden sie den Regenbogen. Deshalb…
…„Nein zur Intoleranz, Ja zur Gemeinschaft!
Verwirrung um Einreisesperre des Bundes gegen Abu Jibril
Luzern, 26.06.2011
Heute Morgen um 06.00 Uhr wurde der Islam-Prediger Abu Jibril auf dem Düsseldorfer Flughafen vom deutschen Bundesgrenzschutz auf eine Einreisesperre in die Schweiz aufmerksam gemacht. Demnach hätte der deutsche Prediger das Flugzeug ohne Weiteres besteigen können, wäre aber gemäss den Angaben der deutschen Polizisten in der Schweiz vorübergehend festgehalten und danach wieder nach Düsseldorf zurück- geschickt worden.Demnach liegt aller Voraussicht nach eine Einreisesperre des Bundes gegen den Deutschen vor. Der Bund bestätigte diesen Sachverhalt bislang nicht. Auch über die Hintergründe gibt es keine verlässlichen Informationen.
Das Seminar im Luzerner Hauptbahnhof wird dennoch stattfinden.
Live – Ticker: Aktuelle Ereignisse 26.06.2011
Finales Statement zum Besuch im Gersag Saal:
Ziel war es, gegen die von der SVP ausgehende Islamophobie in der Schweiz zu protestieren. Es kann nicht angehen, dass rechte Kreise in der Gemeinde Emmen Muslimen den Mund verbieten, indem sie ihnen das Gersag-Zentrum unter fragwürdigen Bedingungen im letzten Moment wieder abschlagen und sich dann selbst als die Vertreter der Demokratie und der Meinungsfreiheit par excellence aufspielen. Solche Aktionen verdienen keinen Respekt, sondern Protest!
16:30: Der Saal lichtet sich. Wäre die Islamische Jugend nicht vor Ort gewesen, so hätte die SVP keine zehn Besucher motivieren können, an diesem schönen Sonntag-Nachmittag in den Emmener Gersagsaal zu kommen.
16:25: Der Veranstalter erklärt die Veranstaltung für beendet!
16:20: SVPler verlassen den Saal. Auch Lukas Reimann verabschiedet sich wieder ohne zu reden!
16:19: SVP wird niedergeschrien!
16:15: NR Tchümpelin (SP): Betont die Wichtigkeit der Sprache für die Integration…
16:09: NR Tchümpelin (SP): Am Sonntag arbeite ich normalerweise nicht. Es ist ein Tag der Familie. Heute mache ich eine Ausnahme.
16:06: Bilder aus dem Saal sind in auf Facebook online.
16:00: Im Gersagsaal:160 Muslime im Saal, 5 Nichtmuslime, 4 Kantonspolizisten, 2 NDBler
15:48: Der Gersag Saal gefüllt mit etwa 150 Muslimen, andere Teilnehmer sind nur spärlich vertreten.
13:50: Erste Medienberichte zur Protestaktion in Luzern, 20 Minuten, Blick.
13:21: Stellungnahme der Islamischen Jugend Schweiz, die vor Ort verteilt wurde. [PDF]
13:05: Die Islamische Jugend zieht sich nach einer vorübergehenden Protestaktion im Bahnhofbuffet zum Mittagsgebet zurück.
12:53: Weit über 150 Teilnehmer halten sich im Bahnhofbuffet auf.
12:44: Bilder sind jetzt auf Facebook des VIJS online.
12:26: Erste Bilder der VIJS-Protestaktion gegen die Bahnhof Restaurantionsbetriebe… folgen in wenigen Minuten.
12:06: Blancho: Ab heute ist das Fass voll: Ich rufe euch auf mit Aktionen des zivilen Ungehorsams gegen Islamophobie anzukämpfen.
12:05: Blancho: Über Islamophobie verhandelt man nicht, man bekämpft sie!
12:04: Blancho: Heute werden wir Zeugen eines neuen Verbrechesn gegen die Menschlichkeit: Islamophobie und Rassismus sind ein Verbrechen gegen die Menschheit.
12:02: Das Seminar findet nun im Bahnhofbuffet statt, da der Zugang zum gebuchten Saal verweigert wird.
12:00: Blancho: Es werden noch härtere Zeiten auf euch zukommen. Haltet zusammen, rauft euch zusammen. Wir haben gemeinsame Prinzipien, die wir verteidigen werden.
11:58: Bancho: Es darf nicht sein, dass ihr euch den Mund verbieten lässt. Demokratische Rechte werden nicht mehr respektiert.
11:56: Blancho: Wir sind in einem zivilisierten Land. Muslimische Jugendliche wehren sich gegen Unrecht.
11:55: Blancho: Den Muslimen in diesem Land wird der Grund entzogen.
11:50: Blancho ist eingetroffen und hält eine Ansprache.
11.43: Die Ankunft Nicolas Blanchos, des Präsdienten des Islamischen Zentralrates (IZRS), steht unmittelbar bevor.
11:22: Mittlerweile sind Duzende weitere Personen eingetroffen. Es wird eng.
10:57: Die Presse trifft vor Ort ein. Eine Pressekonferenz ist geplant.
10:25: VIJS Sprecher Steiner: Das Seminar findet auf jeden Fall statt.
10:23: Die Luzerner Restaurationsbetriebe behaupten nun plötzlich, der Saal sei heute nicht nutzbar, da er für einen Event am morgigen Montag vorbereitet werden müsse. Der VIJS hält am Vertrag fest.
10:07: Die ersten 50 Teilnehmer des Islam-Seminars treffen ein.
09:10: Das Seminar im Luzerner Hauptbahnhof, 1. OG. Aula, findet trotzdem ab 11.00 Uhr statt. Türöffnung: 10.30 Uhr
08:40: Deutscher Bundesgrenzschutz: Abu Jibril wurde die Einreise in die Schweiz verboten.
—
Medienberichte:
- Zentalschweiz am Sonntag: Junge Muslime versammeln sich trotz Absage
- Radio DRS: Muslimische Jugendliche gegen Diskriminierung
- Der Landbote: Islamische Jugend demonstriert in Luzern gegen Islamophobie
- Suedostschweiz: Islamische Jugend demonstriert in Luzern gegen die Islamophobie
- Blick: So wollen sie uns die Angst vor dem Islam nehmen.
- Cash: Islamische Jugend demonstriert in Luzern gegen Islamophobie
—
Statement der VIJS zu den Ereignissen rund um das VIJS-Sommerseminar
As-salamu aleikum
Im Zusammenhang mit den islamophoben Bestrebungen einiger SVP-Exponenten wurden wir durch äusserst bedenkliches Verhalten von Seiten der Behörden und anderer Institutionen aus der gemieteten Lokalität rausgeworfen, so dass wir gezwungen waren, Alternativen zu finden.
Genauer gesagt verfügte die VIJS über eine verbindliche Zusage des dienstältesten Mitarbeiters des Zentrums Gersag für die geplante Veranstaltung, so wie dies auch in der Vergangenheit mit anderen Vereinen gehandhabt worden war. Dies ist uns aufgrund persönlicher Erfahrungen bekannt. Nachdem die JSVP letztes Wochenende offenbar auf unser geplantes Seminar im Kultur- und Kongresszentrum Gersag aufmerksam wurde, schritt am Montag Morgen der Emmener Gemeinderat Urs Dickerhof (SVP) ein und verlangte eine Absage des Seminars. Unter fragwürdigen Bedingungen und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vermietete er den Saal an die JSVP.
So viel sei gesagt: Das VIJS-Sommerseminar wird stattfinden, inshallah. Aus taktischen Überlegungen wollen wir den neuen Standort erst am Samstagmorgen auf unserer Website bekannt geben. Wir raten deshalb jedem Interessierten, die neuen Informationen direkt über die Website zu beziehen.
Wa aleikum salam
Mit freundlichen Grüssen
Der VIJS-Vorstand








